Neue Moa-Vitrine im Naturhistorischen Museum Wien
05. Februar 2026
Ab sofort ist im NHM Wien eine
neue Moa-Vitrine in modernem Design und mit einem neuen Arrangement von drei Moa-Skeletten zu sehen. Sie befindet sich auf
Ebene 1, im sogenannten "Moa-Gang".
Moas waren flugunfähige Laufvögel, die ausschließlich
auf Neuseeland lebten. Sie sind die einzigen Laufvögel ohne Reste von Flügeln. Bereits Mitte des 15. Jahrhunderts, kurz nach
der Besiedlung Neuseelands, waren sie durch Bejagung und Rodungen ausgerottet. Es gab neun verschiedene Moa-Arten. Bei jeder
Art wurden die Weibchen fast doppelt so groß wie die Männchen. Die größten Weibchen wogen wohl über 200 Kilogramm und konnten
ihren Kopf bis zu 3,60 Meter hochrecken. Wobei dies nicht ihre natürliche Körperhaltung war. Moas lebten in dichten Wäldern
und fraßen Früchte, Blätter und Knospen. Daher bewegten sie sich in geduckter Haltung durch das Unterholz, mit dem Kopf vor
dem Körper.
Moa-Skelette in der neuen Moa-Vitrine:
Das NHM Wien birgt eine der größten Sammlungen dieser außergewöhnlichen Laufvögel außerhalb Neuseelands. Die paläontologische Sammlung verwahrt insgesamt zehn historische Skelett-Montagen verschiedener Moa-Arten sowie mehrere hundert Einzelknochen ebenfalls verschiedener Arten, die allesamt für wissenschaftliche Untersuchungen zur Verfügung stehen.
Die Skelette kamen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zwischen 1862 und 1884 an das k. und k. Hofmuseum in Wien, das heutige NHM Wien. Sie trafen allerdings nicht als fertige Skelette, sondern als in Kisten verpackte Einzelteile ein, die sodann von den hiesigen Paläontologen und Präparatoren am k. und k. Hofmuseum zusammengebaut wurden.
Die ersten vier Moa-Skelette, die in Wien ankamen, wurden 1873 auf der Wiener Weltausstellung in der Neuseeland-Schau präsentiert. Sie waren ein Publikumsmagnet, denn so etwas hatte die Welt bis dato nicht gesehen.
Besonders beeindruckend war damals wie heute ein Riesenmoa (Dinornis robustus), dessen Skelett über 3 Meter hoch ist. Dieser Riesenmoa – ein Weibchen, wie wir heute wissen – war zusammen mit den anderen Skeletten von Julius Haast, dem damaligen Direktor des Canterbury Museums in Neuseeland, nach Wien zur Weltausstellung geschickt worden. Nach deren Ende schenkte Haast die drei Moa-Skelette und in Folge drei zusätzliche Skelette dem k. und k. Hofmuseum, wofür er 1875 von Kaiser Franz Joseph I in den Ritterstand erhoben wurde. Weitere Moa-Skelette wurden vom k. und k. Hofmuseum 1884 vom neuseeländischen Canterbury Museum erworben.
Das Skelett des Riesenmoas und die Skelette einiger anderer Moa-Arten waren seither in verschiedenen Ausstellungsräumen des NHM Wien zu besichtigen, zuletzt im Saal 30 der ornithologischen Ausstellung. Weitere Skelette befanden sich im ehemaligen Eiszeitgang der paläontologischen Ausstellung. Die Neugestaltung der Vogelsäle machte nun erneut einen hausinternen Umzug einiger der Skelette nötig.
Bei dieser Gelegenheit nahm die Geologisch-Paläontologische Abteilung auch einige anatomische Korrekturen an den Skeletten vor – ein paar Knochen waren wohl bei der Erstmontage vertauscht worden. Zudem wurde das Skelett des Riesenmoa-Weibchens eingescannt und ist nun auch digital verfügbar. (Weitere 3D-Scans von Objekten des NHM Wien finden Sie auf sketchfab.com.)
Rückfragehinweis:
Mag. Irina Kubadinow
Leitung Presse & Öffentlichkeitsarbeit, Pressesprecherin
Tel.: + 43 (1) 521 77-410
irina.kubadinow@nhm.at
Mag. Klara Vakaj
Pressereferentin
Tel.: + 43 (1) 521 77-626
klara.vakaj@nhm.at
Moa-Skelette in der neuen Moa-Vitrine:
- Skelett links: Weibchen des Riesenmoas Dinornis robustus. Es war bereits 1873 auf der Weltausstellung in Wien ausgestellt und wurde 1874 in die Sammlung des k. und k. Hofmuseums überführt.
- Skelett Mitte: "Dickbeiniger Moa", Euryapteryx curtus gravis, kam 1884 in die paläontologische Sammlung des k. und k. Hofmuseums.
- Skelett rechts: Männchen des Riesenmoas Dinornis robustus, kam 1884 in die paläontologische Sammlung des k. und k. Hofmuseums.
Das NHM Wien birgt eine der größten Sammlungen dieser außergewöhnlichen Laufvögel außerhalb Neuseelands. Die paläontologische Sammlung verwahrt insgesamt zehn historische Skelett-Montagen verschiedener Moa-Arten sowie mehrere hundert Einzelknochen ebenfalls verschiedener Arten, die allesamt für wissenschaftliche Untersuchungen zur Verfügung stehen.
Die Skelette kamen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zwischen 1862 und 1884 an das k. und k. Hofmuseum in Wien, das heutige NHM Wien. Sie trafen allerdings nicht als fertige Skelette, sondern als in Kisten verpackte Einzelteile ein, die sodann von den hiesigen Paläontologen und Präparatoren am k. und k. Hofmuseum zusammengebaut wurden.
Die ersten vier Moa-Skelette, die in Wien ankamen, wurden 1873 auf der Wiener Weltausstellung in der Neuseeland-Schau präsentiert. Sie waren ein Publikumsmagnet, denn so etwas hatte die Welt bis dato nicht gesehen.
Besonders beeindruckend war damals wie heute ein Riesenmoa (Dinornis robustus), dessen Skelett über 3 Meter hoch ist. Dieser Riesenmoa – ein Weibchen, wie wir heute wissen – war zusammen mit den anderen Skeletten von Julius Haast, dem damaligen Direktor des Canterbury Museums in Neuseeland, nach Wien zur Weltausstellung geschickt worden. Nach deren Ende schenkte Haast die drei Moa-Skelette und in Folge drei zusätzliche Skelette dem k. und k. Hofmuseum, wofür er 1875 von Kaiser Franz Joseph I in den Ritterstand erhoben wurde. Weitere Moa-Skelette wurden vom k. und k. Hofmuseum 1884 vom neuseeländischen Canterbury Museum erworben.
Das Skelett des Riesenmoas und die Skelette einiger anderer Moa-Arten waren seither in verschiedenen Ausstellungsräumen des NHM Wien zu besichtigen, zuletzt im Saal 30 der ornithologischen Ausstellung. Weitere Skelette befanden sich im ehemaligen Eiszeitgang der paläontologischen Ausstellung. Die Neugestaltung der Vogelsäle machte nun erneut einen hausinternen Umzug einiger der Skelette nötig.
Bei dieser Gelegenheit nahm die Geologisch-Paläontologische Abteilung auch einige anatomische Korrekturen an den Skeletten vor – ein paar Knochen waren wohl bei der Erstmontage vertauscht worden. Zudem wurde das Skelett des Riesenmoa-Weibchens eingescannt und ist nun auch digital verfügbar. (Weitere 3D-Scans von Objekten des NHM Wien finden Sie auf sketchfab.com.)
Rückfragehinweis:
Mag. Irina Kubadinow
Leitung Presse & Öffentlichkeitsarbeit, Pressesprecherin
Tel.: + 43 (1) 521 77-410
irina.kubadinow@nhm.at
Mag. Klara Vakaj
Pressereferentin
Tel.: + 43 (1) 521 77-626
klara.vakaj@nhm.at
Moa-Skelette in der neuen Moa-Vitrine
Skelett links: Weibchen des Riesenmoas Dinornis robustus
Skelett Mitte: "Dickbeiniger Moa", Euryapteryx curtus gravis
Skelett rechts: Männchen des Riesenmoas Dinornis robustus
© NHM Wien, Wilhelm Bauer-Thell
Skelett Mitte: "Dickbeiniger Moa", Euryapteryx curtus gravis
Skelett rechts: Männchen des Riesenmoas Dinornis robustus
© NHM Wien, Wilhelm Bauer-Thell