Karstwassermessungen im Lamprechtsofen bei Lofer (Salzburg)
Speläologische Vortragsreihe
Der Vortrag von Wolfgang Gadermayr umfasst eine historische Beschreibung der Forschungsgeschichte des Lamprechtsofen seit den historischen Erkundungen der Schatzgräber, über die ersten wissenschaftlichen Bearbeitungen um 1900 und den erfolgreichen Tauchgängen durch den Bocksee, welcher den Weg für die Forschungen in den Jahren 1964 bis 1982 öffnete.
Besonders die internationale Zusammenarbeit unter Federführung der polnischen Kollegen aus dem Forscherklub aus Krakau (KKTJ) ergaben Forschungserfolge, wobei der Lamprechtsofen die "höchste Höhle der Welt" (wurde von unten nach oben erforscht) darstellt. Die parallel geführten Forschungen aus dem "Karplateau" des Ebersbergkares in den Leoganger Steinbergen brachten 1991 die begehbare Verbindung mit dem "Verlorenenwegschacht" und damit die "tiefste Durchgangshöhle der Welt".
Die gesamte Höhle verläuft entlang einer tektonischen Störung, wobei das Zusammenwirken zwischen junger Tektonik und Höhlenbildung deutlich wird.
Seit 2007 werden in den erkundeten Wasserläufen der Höhle, gemeinsam mit dem Hydrographischen Dienst des Landes Salzburg, Karstwassermessungen durchgeführt und ausgewertet. Neben einem durchgehenden Temperaturprofil der Höhle über 1480 m Höhenunterschied sind auch die langfristigen Trends, vor allem in der Wassertemperatur ausgewertet.
Speläologische Vortragsreihe | Karst- und Höhlen-Arbeitsgruppe des NHM Wien
Ort: Museumsquartier, Stiege 10, Tür 4 (Eingang Mariahilfer Str. 2)
Online via Zoom: Der Link dazu wird kurz davor zum jeweiligen Eintrag auf https://cave.at/de/termine gepostet.