Polar Talk #20: Indigene Wahrnehmungen von (tauendem) Permafrost
Susanna Gartler (Austrian Polar Research Institute und Uni Wien)
„Permafrost? Er bedeutet Stabilität für unser Land, unsere Tiere, unsere Nahrung, unser Wasser – für alles.“
Was geschieht, wenn der Boden, der all dies zusammenhält, zu tauen beginnt?
Dieser Vortrag untersucht, was Permafrost – und sein rasches Auftauen – für indigene Gemeinschaften im Nordwesten Kanadas bedeutet, mit einem besonderen Fokus auf die Inuvialuit und die Gwich'in First Nation. Dabei wird beleuchtet, warum intakter Permafrost eine zentrale Rolle im alltäglichen Leben spielt, wie er lokal genutzt und verstanden wird und weshalb er nicht von dem Land, dem Wissen und den gelebten Realitäten arktischer indigener Bevölkerungen getrennt betrachtet werden kann.
Zur Vortragenden:
Susa (Susanna) Gartler ist Mitglied des Austrian Polar Research Institute und Lektorin an der Universität Wien. Derzeit promoviert sie mit einem Schwerpunkt auf Extraktivismus und der Wiedererstarkung der First Nations im Yukon-Territorium in Kanada. Susa ist zudem Forscherin und dem Projekt „Illuq: Permafrost, Pollution and Health“ (EU H2020) affiliiert. Sie engagiert sich für transdisziplinäre und dekolonisierende Forschungspraktiken und ist Mitglied des Herausgeber*innengremiums der Zeitschrift Environmental Research: Ecology. Ihre Forschungsinteressen umfassen Critical Indigenous Studies, Umweltanthropologie, Permafrostforschung sowie Arktis- und Kanada-Studien. Zu ihren früheren Projekten zählen LACE und Nunataryuk.
NHM Vortrag
Wissenschaftler*innen des Museums und Gastvortragende präsentieren im Vortragssaal neueste Forschungsergebnisse und aktuelle Themen.
Findet im Vortragssaal statt.
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Dank großzügiger Unterstützung ist für das gesamte Jahr 2026 für den Besuch des Vortrags auch der Eintritt ins Museum ab 18:00 Uhr frei.