"Spuren der Vielfalt des Lebens": Metabarcoding-Symposium am Naturhistorischen Museum Wien
17. September 2026
Ein Haar oder eine Hautschuppe kann einen Täter überführen – von Krimis kennt man die Möglichkeiten, die DNA-Analysen bieten. Aber nicht nur der Mensch gibt Körperzellen an die Umwelt ab. Auch Organismen in Wasserproben aus Flüssen und Seen oder in Bodenproben können über ihre DNA-Spuren nachgewiesen werden.
Metabarcoding – darunter versteht man eine DNA-basierte Bestimmung von Artengemeinschaften – kommt im Biodiversitätsmonitoring immer häufiger zur Anwendung. Aus diesem Grund organisiert ABOL, die Austrian Barcode of Life Initiative, gemeinsam mit der Universität Graz und dem WasserCluster Lunz ein Symposium, das Einblicke in den internationalen und nationalen Stand der Forschung gibt, um die standardisierte Anwendung dieser Methoden gemeinsam mit Partnern aus der Wirtschaft, Wissenschaft und Politik voranzutreiben.
Die vom Naturhistorischen Museum Wien aus koordinierte Initiative ABOL bemüht sich seit Jahren darum, in Österreich die Voraussetzungen für DNA-basiertes Biodiversitätsmonitoring zu schaffen. Wie Standardisierung eine erhöhte Vergleichbarkeit von Ergebnissen bringen kann, ist eine der zentralen Fragen im Rahmen des Symposiums. In der Grundlagenforschung ist der Einsatz von Metabarcoding zur Bestimmung der lokalen Biodiversität mittels Umweltproben bereits voll etabliert. Im Rahmen des Symposiums präsentieren österreichische Forschende Metabarcoding-basierte Ergebnisse für heimische Flüsse, Seen und Böden, aber auch auf internationaler Ebene stattfindende Forschung, z. B. zu Wasserstellen in der afrikanischen Savanne.
Am zweiten Tag steht der Kompetenzaustausch im Vordergrund. Gemeinsam mit 50 Teilnehmenden erarbeiten Dr. Bettina Thalinger (WasserCluster Lunz) und Dr. Christoph Hahn (Universität Graz) in Workshops die Schritte, die für die korrekte Interpretation von Metabarcoding-Ergebnissen beachtet werden müssen. Zusätzlich können die Teilnehmenden selbst eine bioinformatische Analyse von Metabarcodingdaten durchführen und so praktische Erfahrung sammeln.
Details zum Symposium finden Sie hier.
Pressebilder zum Download
Wissenschaftlicher Rückfragehinweis
Dr. Michaela Sonnleitner
ABOL-Koordinationsteam
Tel.: +43 1 521 77-435
michaela.sonnleitner@nhm.at
Allgemeiner Rückfragehinweis
Mag. Irina Kubadinow
Leitung Presse & Öffentlichkeitsarbeit, Pressesprecherin
Tel.: + 43 1 521 77-410
irina.kubadinow@nhm.at
Mag. Klara Vakaj
Pressereferentin
Tel.: +43 1 521 77-626
klara.vakaj@nhm.at
Einblick in internationale Metabarcoding-Forschung und -Anwendung
Metabarcoding findet weltweit als neuer methodischer Ansatz für die Erfassung von Biodiversität großen Zuspruch. Auf europäischer Ebene gibt es fortlaufende Bemühungen, DNA-basiertes Biodiversitätsmonitoring in Routineerhebungen in terrestrischen und aquatischen Ökosystemen einzubinden. Gleichzeitig findet eine laufende Optimierung der Laborschritte und Sequenzier-Technologie, getrieben durch Wirtschaftspartner und Forschungsprojekte, statt. Mit Prof. Bernd Hänfling (University of the Highlands and Islands, Inverness, Großbritannien) und Prof. Henrik Krehenwinkel (Universität Trier, Deutschland) sind zwei der europaweit führenden Forscher zu Gast in Wien. Ihre Forschung beschäftigt sich mit der Anwendung molekularer Methoden, insbesondere mit Metabarcoding-Ansätzen, in Wasser (Bernd Hänfling) und an Land (Henrik Krehenwinkel).Die vom Naturhistorischen Museum Wien aus koordinierte Initiative ABOL bemüht sich seit Jahren darum, in Österreich die Voraussetzungen für DNA-basiertes Biodiversitätsmonitoring zu schaffen. Wie Standardisierung eine erhöhte Vergleichbarkeit von Ergebnissen bringen kann, ist eine der zentralen Fragen im Rahmen des Symposiums. In der Grundlagenforschung ist der Einsatz von Metabarcoding zur Bestimmung der lokalen Biodiversität mittels Umweltproben bereits voll etabliert. Im Rahmen des Symposiums präsentieren österreichische Forschende Metabarcoding-basierte Ergebnisse für heimische Flüsse, Seen und Böden, aber auch auf internationaler Ebene stattfindende Forschung, z. B. zu Wasserstellen in der afrikanischen Savanne.
Kommerzielle Anbieter, Diskussionsrunde und praxisnahe Übungen
Ein wesentlicher Aspekt der Veranstaltung ist der direkte Austausch zwischen Wissenschaft, Industrie und Politik. Mehrere auf Biodiversitätsanalysen mittels Metabarcoding spezialisierte Firmen sind aktiv in die Veranstaltung eingebunden. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion werden sowohl die Methodik selbst als auch ihr Einsatz innerhalb von Österreich gemeinsam mit den über 90 Teilnehmenden diskutiert.Am zweiten Tag steht der Kompetenzaustausch im Vordergrund. Gemeinsam mit 50 Teilnehmenden erarbeiten Dr. Bettina Thalinger (WasserCluster Lunz) und Dr. Christoph Hahn (Universität Graz) in Workshops die Schritte, die für die korrekte Interpretation von Metabarcoding-Ergebnissen beachtet werden müssen. Zusätzlich können die Teilnehmenden selbst eine bioinformatische Analyse von Metabarcodingdaten durchführen und so praktische Erfahrung sammeln.
Gut vernetzt in die Zukunft
Innerhalb Österreichs steigt die Anzahl der Forschungsprojekte, die sich mit Biodiversitätserfassung mittels DNA-Spuren beschäftigen, kontinuierlich. Gleichzeitig beschäftigen sich auch immer mehr Personen in staatlichen Organisationen und in der Wirtschaft mit dieser Thematik. Um auch in Zukunft einen direkten und niederschwelligen Informations- und Kompetenzaustausch zwischen Wissenschaft, Anwendung und Politik zu ermöglichen und Kooperationen voranzutreiben, ist die Schaffung einer Interessengemeinschaft zum Thema Metabarcoding bzw. Umwelt-DNA (eDNA) ein bedeutender nächster Prozess, der im Rahmen des Symposiums gestartet werden soll.Details zum Symposium finden Sie hier.
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Wissenschaftlicher Rückfragehinweis
Dr. Michaela Sonnleitner
ABOL-Koordinationsteam
Tel.: +43 1 521 77-435
michaela.sonnleitner@nhm.at
Allgemeiner Rückfragehinweis
Mag. Irina Kubadinow
Leitung Presse & Öffentlichkeitsarbeit, Pressesprecherin
Tel.: + 43 1 521 77-410
irina.kubadinow@nhm.at
Mag. Klara Vakaj
Pressereferentin
Tel.: +43 1 521 77-626
klara.vakaj@nhm.at
Metabarcoding erfordert die Vervielfältigung kurzer DNA-Stränge. Für Umwelt-DNA-Proben muss die Vorbereitung dieses Prozesses, der PCR, in einer extrem sauberen Laborumgebung erfolgen, um Kontaminationen zu vermeiden. © Weinfranz
Weitere Pressebilder zum Download finden Sie hier.
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