Naturhistorisches Museum Wien Reframed: Frauen im Fokus
27. Februar 2026
Das Naturhistorische Museum
Wien nimmt den Internationalen Frauentag am 8. März 2026 zum Anlass, seine weibliche Seite zu zeigen.
Seit 2020 hat das Museum mit Katrin Vohland erstmals in seiner Geschichte eine Frau an der Spitze. Gemeinsam mit ihr sind
insgesamt 209 Dienstnehmerinnen und 174 Dienstnehmer in dem Forschungsmuseum beschäftigt (gesamt 383 Mitarbeitende mit Stand
31.01.2026). Auch die Stellvertretung der wirtschaftlichen Geschäftsführung ist in weiblicher Hand: Mag. Elke Lhotak, MA LL.M.
Von den insgesamt 26 Führungskräften im Museum sind 12 Frauen und 14 Männer. Von den insgesamt 174 Mitarbeitenden in den wissenschaftlichen
Abteilungen sind 100 weiblich und 74 männlich.
"Ich würde mir wünschen, dass es keines Weltfrauentages mehr bedarf, sondern dass Gleichberechtigung selbstverständlich ist – ohne geschlechtsspezifische Diskriminierung, die mal mehr oder weniger subtil abläuft. Mit unseren unterschiedlichen Kommunikationsformaten wollen wir Anfang März die Gelegenheit nutzen, um auch Fortschritte zu feiern und historische und rezente Frauenpersönlichkeiten des NHM Wien in den Fokus zu stellen", bekräftigt Generaldirektorin und wissenschaftliche Geschäftsführerin Dr. Katrin Vohland die Intention des Museums, sich für den Weltfrauentag zu engagieren.
Seit der Gründung der naturkundlichen Sammlung im Jahr 1750 durch Kaiser Franz I. Stephan von Lothringen, dem Mann von Maria Theresia, die quasi als Schutzherrin über die beiden ehemals kaiserlichen Sammlungen zwischen den großen Museen wacht, haben Forscherinnen die Geschichte des Hauses maßgeblich geprägt. Lange Zeit blieben ihre Leistungen unsichtbar.
Das Kaiserinbild
Von 3. bis 17. März 2026 verändert sich das Museum wieder an prominenter Stelle: Das männlich dominierte Kaiserbild auf der Feststiege, das den Kaiser im Kreise seiner Gelehrten zeigt, wird verhüllt und wir geben der "Gründermutter" des NHM Wien, Maria Theresia, die ihr gebührende Präsenz. Sie selbst beauftragte dieses Gemälde, um ihrem Mann ein Denkmal zu setzen. Ihr ist es zu verdanken, dass Franz Stephans Naturaliensammlung nach seinem Tod für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Die Aufstellung der Sammlung, wie sie am Bild zu sehen ist, geht ebenfalls auf die Monarchin zurück: Sie sorgte dafür, dass diese wissenschaftlich inventarisiert und geordnet wurde. Die adeligen Damen, die rund um Maria Theresia versammelt sind, stehen stellvertretend für die zahllosen Frauen, die die Geschichte der Sammlungen und des Museums im Laufe der Jahrhunderte prägten.
Veranstaltungen
Themenführung
Der Mann als Jäger, die Frau als Sammlerin?
Caroline Posch (Prähistorische Abteilung, NHM Wien)
Mi, 04. März 2026, 17:00 Uhr
Vortrag
Frauen in der Bibliothek – Bibliothek der Frauen?
Sarah Fiedler & Leah Karas (NHM Wien)
Mi, 04. März 2026, 18:30 Uhr
Poetisches Frühstück
Auf ihren Spuren
Brigitta Schmid (NHM Wien)
So, 08. März 2026, 09:00 Uhr
Themenführung
13 Frauen. Fast unsichtbar, aber nicht völlig verschwunden. Spurensuche im NHM
Brigitta Schmid & Stefanie Jovanovic-Kruspel (NHM Wien)
Mi, 11. März 2026, 17:00 Uhr
Veranstaltungen des NHM Wien mit Fokus auf Frauen im Überblick
Social Media rückt Frauen in den Fokus: #Perspektivenwechel
In einer Social-Media-Reihe auf Facebook und Instagram porträtieren wir Frauen, die in unterschiedlichen Rollen das Haus zu dem machen, was es heute ist, und die es weiterhin maßgeblich für die Zukunft gestalten. Mit dem weiblichen Blick wird erörtert, warum in der Zoologie vor allem männliche Tiere ausgestellt sind und die Weibchen fehlen. Auch in der Beschreibung einer Art (Typus) gilt das Männchen als Maß aller Dinge.
Frauen-Buch
In der 2025 erschienenen Publikation 13 Frauen aus der Geschichte des NHM Wien treten 13 Protagonistinnen – zwölf historische und eine fiktive zukünftige – stellvertretend für die vielen kaum dokumentierten Frauen des NHM Wien in den Vordergrund.
Save the date: Interdisziplinäre Konferenz zu Frauennetzwerken vom 19. bis 20.11.2026
Im Herbst 2026 wird im NHM Wien ein eine internationale und transdisziplinäre Konferenz mit folgendem Titel stattfinden:
"Female Networks of Knowledge, Natural History between Private and Public Spaces
An international and transdisciplinary conference on women, science, and museums"
Zum Erfolg des Naturhistorischen Museums tragen heute all seine Frauen bei. Neben der Generaldirektorin prägen nicht nur Mineraloginnen, Geologinnen, Paläontologinnen, Prähistorikerinnen, Anthropologinnen, Zoologinnen, Botanikerinnen, sondern auch Wissenschaftshistorikerinnen, Provenienzforscherinnen, Präparatorinnen, Kommunikatorinnen, Ökologinnen, Bibliothekarinnen, Eventmanagerinnen, Touristikerinnen, Digitalisierungsexpertinnen, Fotografinnen, PR-Frauen, Social-Media-Managerinnen, Tischlerinnen, Aufseherinnen, Controllerinnen und andere Professionistinnen die tägliche Arbeit des modernen Forschungsmuseums.
Naturhistorisches Museum Wien – Frauenaktionswoche
Rückfragehinweis:
Mag. Irina Kubadinow
Leitung Presse & Öffentlichkeitsarbeit, Pressesprecherin
Tel.: +43 (1) 521 77-410
irina.kubadinow@nhm.at
Mag. Klara Vakaj
Pressereferentin
Tel.: +43 (1) 521 77-626
klara.vakaj@nhm.at
"Ich würde mir wünschen, dass es keines Weltfrauentages mehr bedarf, sondern dass Gleichberechtigung selbstverständlich ist – ohne geschlechtsspezifische Diskriminierung, die mal mehr oder weniger subtil abläuft. Mit unseren unterschiedlichen Kommunikationsformaten wollen wir Anfang März die Gelegenheit nutzen, um auch Fortschritte zu feiern und historische und rezente Frauenpersönlichkeiten des NHM Wien in den Fokus zu stellen", bekräftigt Generaldirektorin und wissenschaftliche Geschäftsführerin Dr. Katrin Vohland die Intention des Museums, sich für den Weltfrauentag zu engagieren.
Seit der Gründung der naturkundlichen Sammlung im Jahr 1750 durch Kaiser Franz I. Stephan von Lothringen, dem Mann von Maria Theresia, die quasi als Schutzherrin über die beiden ehemals kaiserlichen Sammlungen zwischen den großen Museen wacht, haben Forscherinnen die Geschichte des Hauses maßgeblich geprägt. Lange Zeit blieben ihre Leistungen unsichtbar.
Das Kaiserinbild
Von 3. bis 17. März 2026 verändert sich das Museum wieder an prominenter Stelle: Das männlich dominierte Kaiserbild auf der Feststiege, das den Kaiser im Kreise seiner Gelehrten zeigt, wird verhüllt und wir geben der "Gründermutter" des NHM Wien, Maria Theresia, die ihr gebührende Präsenz. Sie selbst beauftragte dieses Gemälde, um ihrem Mann ein Denkmal zu setzen. Ihr ist es zu verdanken, dass Franz Stephans Naturaliensammlung nach seinem Tod für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Die Aufstellung der Sammlung, wie sie am Bild zu sehen ist, geht ebenfalls auf die Monarchin zurück: Sie sorgte dafür, dass diese wissenschaftlich inventarisiert und geordnet wurde. Die adeligen Damen, die rund um Maria Theresia versammelt sind, stehen stellvertretend für die zahllosen Frauen, die die Geschichte der Sammlungen und des Museums im Laufe der Jahrhunderte prägten.
Veranstaltungen
Themenführung
Der Mann als Jäger, die Frau als Sammlerin?
Caroline Posch (Prähistorische Abteilung, NHM Wien)
Mi, 04. März 2026, 17:00 Uhr
Vortrag
Frauen in der Bibliothek – Bibliothek der Frauen?
Sarah Fiedler & Leah Karas (NHM Wien)
Mi, 04. März 2026, 18:30 Uhr
Poetisches Frühstück
Auf ihren Spuren
Brigitta Schmid (NHM Wien)
So, 08. März 2026, 09:00 Uhr
Themenführung
13 Frauen. Fast unsichtbar, aber nicht völlig verschwunden. Spurensuche im NHM
Brigitta Schmid & Stefanie Jovanovic-Kruspel (NHM Wien)
Mi, 11. März 2026, 17:00 Uhr
Veranstaltungen des NHM Wien mit Fokus auf Frauen im Überblick
Social Media rückt Frauen in den Fokus: #Perspektivenwechel
In einer Social-Media-Reihe auf Facebook und Instagram porträtieren wir Frauen, die in unterschiedlichen Rollen das Haus zu dem machen, was es heute ist, und die es weiterhin maßgeblich für die Zukunft gestalten. Mit dem weiblichen Blick wird erörtert, warum in der Zoologie vor allem männliche Tiere ausgestellt sind und die Weibchen fehlen. Auch in der Beschreibung einer Art (Typus) gilt das Männchen als Maß aller Dinge.
Frauen-Buch
In der 2025 erschienenen Publikation 13 Frauen aus der Geschichte des NHM Wien treten 13 Protagonistinnen – zwölf historische und eine fiktive zukünftige – stellvertretend für die vielen kaum dokumentierten Frauen des NHM Wien in den Vordergrund.
Save the date: Interdisziplinäre Konferenz zu Frauennetzwerken vom 19. bis 20.11.2026
Im Herbst 2026 wird im NHM Wien ein eine internationale und transdisziplinäre Konferenz mit folgendem Titel stattfinden:
"Female Networks of Knowledge, Natural History between Private and Public Spaces
An international and transdisciplinary conference on women, science, and museums"
Zum Erfolg des Naturhistorischen Museums tragen heute all seine Frauen bei. Neben der Generaldirektorin prägen nicht nur Mineraloginnen, Geologinnen, Paläontologinnen, Prähistorikerinnen, Anthropologinnen, Zoologinnen, Botanikerinnen, sondern auch Wissenschaftshistorikerinnen, Provenienzforscherinnen, Präparatorinnen, Kommunikatorinnen, Ökologinnen, Bibliothekarinnen, Eventmanagerinnen, Touristikerinnen, Digitalisierungsexpertinnen, Fotografinnen, PR-Frauen, Social-Media-Managerinnen, Tischlerinnen, Aufseherinnen, Controllerinnen und andere Professionistinnen die tägliche Arbeit des modernen Forschungsmuseums.
Naturhistorisches Museum Wien – Frauenaktionswoche
Rückfragehinweis:
Mag. Irina Kubadinow
Leitung Presse & Öffentlichkeitsarbeit, Pressesprecherin
Tel.: +43 (1) 521 77-410
irina.kubadinow@nhm.at
Mag. Klara Vakaj
Pressereferentin
Tel.: +43 (1) 521 77-626
klara.vakaj@nhm.at
Generaldirektorin Dr. Katrin Vohland und Mitarbeiterinnen des NHM Wien
© NHM Wien, Wilhelm Bauer-Thell
Kaiserinbild: Anstelle von Kaiser Franz I. Stephan von Lothringen inmitten
von Gelehrten wird Maria Theresia, umgeben von adeligen Damen, gezeigt
Bildliche Inspirationsquellen:
1. Martin Von Meytens d. J.: "Maria Karolina Gräfin Fuchs (1681-1754) an einem Tisch sitzend", 1840er, Kunsthistorisches Museum Wien, Gemäldegalerie Inv.-Nr. 3074; © KHM-Museumsverband, mit freundlicher Genehmigung
2. Anonym: "Anna Katharina Strack" (Portrait von), um 1775, um 1780, Wien Museum, Inv.-Nr. 104423, CC BY 4.0, Foto: Birgit und Peter Kainz, Wien Museum
3. Friedrich Heinrich Füger: "Erzherzogin Marie Christine und Herzog Albert von Sachsen Teschen präsentieren der Familie Bilder von den Verwandten in Italien", 1776, Österreichische Galerie Belvedere, Inv.-Nr. 2296, CC BY-SA 4.0
© NHM Wien (Bildbearbeitung: Josef Muhsil-Schamall)
1. Martin Von Meytens d. J.: "Maria Karolina Gräfin Fuchs (1681-1754) an einem Tisch sitzend", 1840er, Kunsthistorisches Museum Wien, Gemäldegalerie Inv.-Nr. 3074; © KHM-Museumsverband, mit freundlicher Genehmigung
2. Anonym: "Anna Katharina Strack" (Portrait von), um 1775, um 1780, Wien Museum, Inv.-Nr. 104423, CC BY 4.0, Foto: Birgit und Peter Kainz, Wien Museum
3. Friedrich Heinrich Füger: "Erzherzogin Marie Christine und Herzog Albert von Sachsen Teschen präsentieren der Familie Bilder von den Verwandten in Italien", 1776, Österreichische Galerie Belvedere, Inv.-Nr. 2296, CC BY-SA 4.0
© NHM Wien (Bildbearbeitung: Josef Muhsil-Schamall)